Daktari

Die TV – Helden unserer Kindheit waren neben Tarzan und den drei Cowboys von Bonanza sowie allen Protagonisten der STAR WARS und Raumschiff Enterprise Reihen, sicher auch das Team um Dr.Daktari. Daktari ist eine Fernsehserie aus den USA welche in den Jahren 1966 bis 1969 von dem amerikanischen Tierfilmer Ivan Tors produziert wurde. Tors beglückte die damalige Fernsehwelt schon mit den Serien Flipper, Sea Hunt und Ripcord ( letztere hatten andere Deutsche Titel ) und etliche weitere.

Das Wort Daktari welches der Serie den Namen gab, bedeutet Doktor. Das in Swahili einer Bantusprache aus Ostarfrika. Der amerikanische Tierarzt Namens Dr. Marsh Tracy arbeitet und lebt in Afrika und unterhält mit Helfern und seiner Tochter Paula die „Wameru“ – Tierstation. Dabei helfen ihnen die beiden Amerikaner Jack Dane und Mike. Weitere Unterstützung erhalten die Vier vom englischen District Officer Hedley. Für uns Kinder waren allerdings der schielende Löwe Clarence und die Schimpansin Judy die eigentlichen Stars der Serie. Ein für die damlige zeit neues Darstellen war die immer wieder kehrende Sicht durch die Augen des schielenden Löwen. Man sah dann auch alles doppelt am Bildschirm. Ein riesen Spass für Groß und Klein, so waren Anfang der 70er Jahre diese beiden sehr populäre TV – Figuren bei uns Kindern.

Die deutschen Erstausstrahlung war 1969. Die Folgen wurden jeweils Samstags um 17:45 Uhr im ZDF gesendet. Dumm nur das der Papa zeitgleich in der ARD die Sportschau sehen wollte. Es wurde Zeit für ein zweites Empfangsgerät. Das ganze Vergnügen war damals auch noch in schwarz-weiß an zu sehen. Ebenso musste man Abstriche an die Authentizität machen. Es ist in der Serie von Orten wie z.B. „Nogoro“ die Rede (gemeint könnte damit Nakuru oder der Ngorongoro-Krater sein). Vielleicht wurden die Namen auch schlicht erfunden? Wenn der Doctor in die Stadt fährt, gehts nach Nairobi was nun eindeutig die Hauptstadt Kenias ist, die Serie hingen spielt allerdings, wie in den ersten Folgen gesagt wird, in Uganda und nicht in Kenia. Der Name der Tierstation „Wameru“ deutet ebenfalls auf das in Kenia lebende Volk der Meru hin. Aber gut, gedreht wurde das ganze sowieso in den USA und uns Kindern fiel das alles nun beim besten Willen nicht auf. Schön war es, das es später die Serie auch in Farbe zu sehen gab.

Heute wird Daktari ab und an auf den privaten Kanälen wiederholt. Es gibt alle Serien auch auf DVD zu kaufen. Die ersten ganz Stilecht in schwarz-weiß oder liebevoll in farbe restauriert. Lohnt sich, da diese Serie absolut zeitlos etwas für alle Kinder, auch heute noch ist.

Schon damals rührte man kräftig die Werbetrommel und so gab es dann auch bald in Deutschland Bücher, Automodelle (der Firma Gorgi), Kartenspiele und Ganze Serien für den „View-Master“. Wir spielten studenlang die gesehenen Folgen nach. Später gab es dann die Serie auch auf VHS und bis heute auf DVD. Die Merchandise und Spielwarenartikel von damals sind in der heutigen Zeit begehrte Sammlerartikel und nur schwer zu bekommen.

 

Der Stereomat und der Gucki

Wie auch der hier, in einem anderen Beitrag beschriebene View-Master ist der Stereomat ein Bildbetrachtungssystem welches ein 3D ansehen von Diapositiven ermöglicht. der Sereomat Bildbetrachter aus Kunststoff wurde zwar nicht in der DDR entwickelt, die Bezeichung aber dauerhaft geführt. Im Gegensatz zum Viev-Master sind die Bildpaare hier auf rechteckigen Papp-Bildkarten mit jeweils 6 Stereopaaren angebracht. Es gab auch Sätze mit mehreren Einzel-Bildpaaren. Die Themen der Bildkarten-Sätze waren touristische Ziele in der DDR und dem befreundetem Ausland, Märchen und Kindergeschichten. Die wohl beliebtesten Bilderserien waren die der Teddy-Familie. Eine absolute Rarität dürfte der aus drei Karten bestehende Satz mit Aufnahmen des, in der Zwischentzeit abgerissenen, Palastes der Republik in Berlin sein. Hersteller des am meisten verbreiteten Stereomaten war die Firma Kamenzer Spielwaren aus der Stadt Kamenz in der DDR.

Neben diesem Gerät war in den Souvenierläden der DDR und vereinzelt auch im Spielwarenhandel, der so genannte „Gucki“ zu bekommen. Auch bei diesem Gerät, in einer einfachen Bauform, wird das Umgebungslicht genutzt. Dieser, mit nur einem kleinen Diapositiv Film in Endloschleife ausgestattete Diabetrachter war jedoch ursprünglich ein Produktname und eine Erfindung von Agfa, der zum Synonym für alle gleichartigen Artikel wurde. In der Regel ein einfaches Kunststoffgehäuse, das mit einer vorderen Okular-Linse und einen gegenüberliegenden, weiß mattiertem „Fenster“ (Diffusor) für die Lichtaufnahme ausgestattet ist. Die Motive hier waren auch vorwiegend Märchen, Reise,- und Stadtansichten. Bei dem hier angebildeten Model handet es sich um einer Version, welche im Souveniershop der Palastes der Republik verkauft wurde und Aussen,- bzw. Innenansichten des Selben zeigt. Auch das sicher eine seltene Variante.

 

View-Master

Die Welt und unsere Helden in 3D. Was lange undenkbar war schaffte ein kleiner „Kuckkasten“ – der View-Master. Es handelt sich hier um ein Betrachtungsgerät für positiv entwickelte stereoskobische Bilder, welche als kleine, ca. 1 cm große Dias auf einer kreisrunden Pappscheibe aufgebracht sind. Enwickelt wurde er um 1940 als Verbesserung der so genannten Stereomaten. Zu denen gibt es hier eine weitere Seite mit Bildern und Informationen. Genau wie der Stereomat hat auch der View-Master zwei Gucklöcher mit optischen, Vergrößerungslinsen und wird direkt vor die Augen gehalten. Modelle in Deutschland und Europa werden vor eine Lichtquelle wie z.B. die Sonne oder eine Lampe gehalten. Das Tageslicht reicht in der Regel aus. Es gibt amerikanische Geräte die mit einer eigenen Lampe und natürlich Batterien ausgestattet sind.

Mit einem seitlichen Hebel wird zum nächsten Bild auf der Scheibe weiter geschaltet. Die einzelnen Scheiben enthalten jeweils sieben Stereo-Bildpaare. War es damals eine Sensation, auch für Erwachsenen, so wird der View-Master Heute im Grunde nur noch als Kinderspielzeug angeboten. Alte, vor allem die Bakelit Geräte sind Sammlerteile, ebenso wie die alten Scheiben. Diese waren fast immer Sätze zu jeweils drei Scheiben. Ob Flipper, Bonaza oder Dr. Daktari. Fast jede Fernsehserie der 60er und 70er Jahre gab es mit, die Bilder beschreibenden Begleitheftchen, als View-Master Scheibensatz. Die Scheiben-Sätze zeigten darüber hinnaus auch Bilder von touristischen Zielen, Museen oder der Wissenschaft, aus Kinofilmen oder sie erzählen Bildergeschichten. Das mechanische Youtube unserer Kindheit.

Es gab später (in den USA ab ca.1950 und ungefähr 10 Jahre später auch in Europa) Kameras, mit welchen man auf einem handelsüblichen Dia-Kleinbildfilm und durch zwei nebeneinander engeordnete Objektive in Metallausführung View-Master kompatible Aufnahmen machten konnte. Die beiden so entstandenen Halbbilder waren versetzt auf dem Filmstreifen angeordnet und mussten dann mit einer speziellen Stanze ausgestanzt werden. Im Fach-Handel gab es leere View-Master-Scheiben aus Pappe. In diese wurden die beiden ausgestanzten Halbbilder eingeklemmt oder eingeklebt. So hatte man dann z.B. den eingenen Urlaub oder die Familienfeier in Stereo oder 3D.

Dem View-Master ähnliche Diabetrachter – Systeme gab es beispielsweise bis in die 50er Jahre mit dem so genanntenTru-Vue-System und ab den 60ziger Jahren in der DDR mit dem schon erwähnten Stereomaten. Weiterführende Informationen finden Sie im Internet.

Der Flummi

Wer hatte keinen? Keiner! Jeder hatte irgendwann mal einen in der Hand bzw. in der Hosentasche. Der Flummi.

Der Flummi war ein zwischen 2 und 5 cm großer Gummiball aus einer massiven mittelharten  Gummimischung. Er hatte (und hat) viele Namen, die Eltern sagten schlicht Gummiball dazu und ware eher genervt, wenn dieser stundenlang, monoton gegen die Wand flog oder auf dem Boden auftippte. Weiteer Bezeichnungen waren Superball, Querball oder Dopsball. Durch das spezielle Mischungsverhältnis haben diese Bälle eine recht geringe Elastizität und eine hohe Sprungkraft. So verlieren Sie beim Auf- und Abprall nur einen kleinen Teil ihrer kinetischen Energie. Gut, das jetzt weiter zu erklären ist wohl etwas zu viel des Guten. Diese Tatsache führt zu dem Effekt, das der Flummi „ewig“ hüpft.

Der Ausdruck „Flummi“ stammt aus dem Walt Disney Film „ Der fliegende Pauker“ aus dem Jahre 1961 in welchem ein Professor eine „wundersame“ Gummimischung erfand, welche erstaunliche Dinge vollbringen konnte. Er nannte diese Erfindung kurz „Flubber“. Dieser Begriff wurde in der deutschen Syncronfassung zu „Flummi“. Der Filmtitel blieb allerdings, auch im späteren Remake “ Flubber“ und war schon längst, ebenfalls in unseren Sprachgebrauch über gegangen.

Der wohl bekannteste Flummit war jener mit den, einem Regenbogen ähnelnden buntern Streifen, welche sich in seinem Innern verschlungen zeigten. Es gabe dann später fast jede erdenkliche Farbkombination. Er hielt Einzug in Wundertüten und Kaugummiautomaten. Der ehemals Qualitativ sehr gute “ Flummi“ ist heute leider zu billigen, oft aus zwei Hälften zusammen geklebtem Schund aus Asien verkommen.

Sollten Sie auf dem Flohmarkt einen guten Alten sehen, greifen Sie zu und versetzen Sie sich, für eine Hüpfer, in Ihre Kindheit zurück…

 

Kodac Discfilm Kamera

Kurzer Auftritt in den 80ziger Jahren. Die Kodac Discfilm. 1982 von Kodac auf den Markt gebracht, gab es später auch noch ähnliche Kameras, soweit mir bekannt, von Fuci, oder auch nur Filme, bin da über Infos dankbar. 1998 wurde der Filmverkauf eingestellt. Heute im guten Zustand Sammlerteile. Filme überlagert auf Flohmarkt ab und zu, zu finden.