View-Master

Die Welt und unsere Helden in 3D. Was lange undenkbar war schaffte ein kleiner „Kuckkasten“ – der View-Master. Es handelt sich hier um ein Betrachtungsgerät für positiv entwickelte stereoskobische Bilder, welche als kleine, ca. 1 cm große Dias auf einer kreisrunden Pappscheibe aufgebracht sind. Enwickelt wurde er um 1940 als Verbesserung der so genannten Stereomaten. Zu denen gibt es hier eine weitere Seite mit Bildern und Informationen. Genau wie der Stereomat hat auch der View-Master zwei Gucklöcher mit optischen, Vergrößerungslinsen und wird direkt vor die Augen gehalten. Modelle in Deutschland und Europa werden vor eine Lichtquelle wie z.B. die Sonne oder eine Lampe gehalten. Das Tageslicht reicht in der Regel aus. Es gibt amerikanische Geräte die mit einer eigenen Lampe und natürlich Batterien ausgestattet sind.

Mit einem seitlichen Hebel wird zum nächsten Bild auf der Scheibe weiter geschaltet. Die einzelnen Scheiben enthalten jeweils sieben Stereo-Bildpaare. War es damals eine Sensation, auch für Erwachsenen, so wird der View-Master Heute im Grunde nur noch als Kinderspielzeug angeboten. Alte, vor allem die Bakelit Geräte sind Sammlerteile, ebenso wie die alten Scheiben. Diese waren fast immer Sätze zu jeweils drei Scheiben. Ob Flipper, Bonaza oder Dr. Daktari. Fast jede Fernsehserie der 60er und 70er Jahre gab es mit, die Bilder beschreibenden Begleitheftchen, als View-Master Scheibensatz. Die Scheiben-Sätze zeigten darüber hinnaus auch Bilder von touristischen Zielen, Museen oder der Wissenschaft, aus Kinofilmen oder sie erzählen Bildergeschichten. Das mechanische Youtube unserer Kindheit.

Es gab später (in den USA ab ca.1950 und ungefähr 10 Jahre später auch in Europa) Kameras, mit welchen man auf einem handelsüblichen Dia-Kleinbildfilm und durch zwei nebeneinander engeordnete Objektive in Metallausführung View-Master kompatible Aufnahmen machten konnte. Die beiden so entstandenen Halbbilder waren versetzt auf dem Filmstreifen angeordnet und mussten dann mit einer speziellen Stanze ausgestanzt werden. Im Fach-Handel gab es leere View-Master-Scheiben aus Pappe. In diese wurden die beiden ausgestanzten Halbbilder eingeklemmt oder eingeklebt. So hatte man dann z.B. den eingenen Urlaub oder die Familienfeier in Stereo oder 3D.

Dem View-Master ähnliche Diabetrachter – Systeme gab es beispielsweise bis in die 50er Jahre mit dem so genanntenTru-Vue-System und ab den 60ziger Jahren in der DDR mit dem schon erwähnten Stereomaten. Weiterführende Informationen finden Sie im Internet.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.